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Eine Hommage an Simon Marsden

Ich erinnere mich noch, wie ich als kleiner Knirps auf die unheimlichen Bilder von Simon Marsden stiess. In der Schulbibliothek blätterte ich durch ein Magazin (wahrscheinlich GEO) und stiess auf ein Porträt des englischen Künstlers, der mit analogen Kameras und Infrarot-Film Spukhäuser aufnahm. Die Schwarzweiss-Bilder sehen mit ihren glühenden, vom Licht verzettelten Objekten so aus, als wären sie aus dem Jenseits fotografiert worden (Link zu Marsdens Website).

Weil ich schon damals Geistergeschichten liebte, genoss ich den Anblick der schaurig-verträumten Szenen. Aber ich begriff noch nicht, was Infrarot war oder dass ich das auch selbst machen konnte. Ich entdeckte Marsden wieder – viele Jahre später, als ich mit der Infrarot-Fotografie bereits begonnen hatte. Seither versuche ich öfters, seinem unverkennbaren Stil näherzukommen und diesen weiterzuentwickeln.

Dieser aktuelle Versuch zeigt einen Teil des 1922 gebauten Welttelegrafen-Denkmals auf dem Helvetiaplatz in Bern. Ich schoss das Foto mit einer Sigma SD1 (Vollspektrum) und verwendete einen starken Nebelfilter für den Marsden-typischen Glüheffekt.

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